Ziele und Aufgaben des Mathematikunterrichts

Mathematik bietet die Möglichkeit, Gegebenheiten der Realität zu beschreiben. Sie ermöglicht das Erkennen komplexer Zusammenhänge und Wechselwirkungen. Voraussetzung ist die Fähigkeit zur Kommunikation auf verschiedenen Ebenen.

Flexibles und vernetztes Wissen sind Grundlagen für ein tiefer gehendes mathematisches Verständnis. Mathematik befähigt Probleme mithilfe unterschiedlicher Strategien zu lösen. Dabei werden Strukturen erkannt, Probleme formuliert und visualisiert, Beziehungen und Regelmäßigkeiten entdeckt sowie Übertragungsmöglichkeiten von einem Problem auf ein anderes wahrgenommen.

Der Mathematikunterricht vermittelt Argumentieren und Begründen als Teil des Verstehens von Mathematik. Systematisches Denken entwickelt sich durch Tätigkeiten wie Fragenstellen, Äußern von Vermutungen, Sammeln von Informationen einschließlich ihrer Untersuchung auf Relevanz, konstruktiver Umgang mit Fehlern, Herstellen geordneter Zusammenhänge, sachliche und angemessene Reaktion auf Fragen und Kritik.

Personale Ziele

Das Kennenlernen verschiedener Zugangsmöglichkeiten zum Lösen eines Problems, das Wählen eines eigenständigen Lösungswegs und seine Präsentation sowie das Reflektieren über eine Lösung im Hinblick auf das Ausgangsproblem fördert den Erwerb von Kompetenzen wie Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit und Ausdauer, sowie Genauigkeit, Sorgfalt und Verantwortungsbereitschaft, zudem Urteilsfähigkeit und kritisches Reflektieren.

Methodische Ziele

Der Zusammenhang, in dem Probleme präsentiert werden, beeinflusst die Wahl mathematischer Methoden und die Darstellungsform der Ergebnisse. Dies ermöglicht ein sicheres Umgehen mit situationsbezogenen Methoden. Das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Mathematik und Realität gewinnt durch Nutzung moderner Medien an Bedeutung.

Aus dem "Bildungsplan Realschule 2004"

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