Unsere Schule

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50 Jahre Realschule Tamm

Die Anfänge

1966: Die Ausgangslage

Am 18.05.1966 teilt die Stadt Ludwigsburg mit, dass aus räumlichen Gründen keine auswärtigen Schüler/innen die weiterführenden Schulen in Ludwigsburg mehr besuchen können.

1967: Absprachen

Die Gemeinderäte aus Asperg und Tamm fassen gemeinsam den einstimmigen Beschluss, für beide Gemeinden Asperg als Standort für das Gymnasium und Tamm als Standort für die Realschule vorzuschlagen. im Antrag an das Oberschulamt, heißt es am Schluss:
… beantragen wir:
1.    der Stadt Asperg auf Schuljahresbeginn 1968 ein zweizügiges Gymnasium,
2.    der Gemeinde Tamm aus Schuljahresbeginn 1968 eine zweizügige Realschule
zu genehmigen.

1968: Die Genehmigung

Bei einer Wahlveranstaltung im Ratskeller, Ludwigsburg, verspricht Kultusminister Professor Hahn dem Tammer Bürgermeister in die Hand eine Realschule und dem Asperger Schultheiß ein Gymnasium (ohne dass davon die zuständigen Schulbehörden oder Planungsgremien Bescheid wussten).
Der „Geburtsschein“ für die Realschule Tamm kommt am 05.06.1968 in Form eines Genehmigungsbescheids durch das Oberschulamt Nord-Württemberg.

1968/1969: Der erste Schülerjahrgang

Die Realschule Tamm nimmt mit einer 5.Klasse und 44 Schüler/innen ihren Betrieb auf. Da noch keine eigenen Klassenräume vorhanden sind, werden die Räumlichkeiten der Goethe-Schule in Asperg genutzt.

1970/1971 -  Das erste Jahr in Tamm

Zum Schuljahresbeginn 1970/1971 kann die Realschule nach Tamm übersiedeln. Zu diesem Zeitpunkt ist der I. Bauabschnitt mit 8 Stammklassen und entsprechenden Nebenräumen fertiggestellt.

1972 - Diskussionen um die Realschule

Trotz erheblicher Kosten durch das Neubaugebiet Hohenstange hält Tamm am Schulzentrum in der Gemeinde fest.
Die neue Lösung beinhaltet eine Realschule in Tamm und ein Gymnasium in Asperg. Der Aufbau eines eigenen Gymnasiums wird erst ab einer Einwohnerzahl von 20.000 als wirtschaftlich angesehen.
Die Schülerzahlen steigen und für das Schuljahr 1974/1975 geht man von mindestens 9 fehlenden Schulräumen aus. Der geplante Realschulneubau (II. Bauabschnitt) und die geplante Turnhalle geraten in Gefahr. Das Oberschulamt äußert Bedenken gegenüber dem Realschulprojekt in Tamm und trägt sich mit dem Gedanke, Asperg zu einem großen Bildungszentrum auszubauen. Die Bürgermeister von Asperg und Tamm erteilen dieser Idee jedoch eine Absage und sprechen von einem „Schwabenstreich“. Lothar Späth, der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion wird aktiv und ermahnt Kultusminister Hahn, „dass die geplante Erweiterung der Realschule Tamm für die Schulversorgung von Tamm und Asperg unumgänglich sei.“ Das Oberschulamt und Staatliches Schulamt Ludwigsburg lassen sich schließlich von der Notwendigkeit überzeugen, die Realschule in Tamm zu belassen und weiterzuführen. Mit dem Schreiben des Kultusministers vom 21.12.1972 wurde die Standortsicherung offiziell. Der Erweiterung der Realschule (II. Bauabschnitt) um eine Sporthalle und einen Fachklassentrakt wird von den Schulbehörden genehmigt. Der Fachklassentrakt umfasst einen Musiksaal mit Nebenraum, ein Sprachlabor als Mehrzweckraum, eine Schülerbücherei, Werkräume, Zeichenräume, Räume für den Naturkundeunterricht (Biologie, Chemie und Physik) sowie die Verwaltung.

1973

Die Realschule startet in das Schuljahr 1973/1974 mit 9 Klassen und insgesamt 330 Schüler/innen.

1974: Mutige Entscheidungen

Tamm erhält auch 1974 nicht den zugesagten Staatsbeitrag für den zweiten Bauabschnitt der Realschule. Die Gemeinde Tamm entscheidet sich trotzdem, im Interesse eines geordneten Schulbetriebs, mit dem II. Bauabschnitt zu beginnen. Ziel ist die Fertigstellung zum Schuljahr 1975/1976. Am 25.02.1974 findet der Spatenstich zum Baubeginn der Sporthalle im Schulzentrum Maystraße statt. Schulen und Vereine sollen gleichermaßen von der neuen Sporthalle profitieren. Nach knapp 8 Monaten Bauzeit findet am 30.11.1974 im Rahmen einer mehrtägigen Sporthalleneinweihung die offizielle Schlüsselübergabe an Herrn Bürgermeister Dieter Lehmann statt. Mit Beginn des Schuljahres 1974/1975 verschärft sich die Raumsituation an der Realschule Tamm weiter. Für den gesamten Tammer Schulbetrieb fehlen 6 Klassenräume. Es müssen Ausweichquartiere in der Katholischen Kirche, im Evangelischen Gemeindehaus und der Grund- und Hauptschule genutzt werden. Erstmals seit ihrem Bestehen verabschiedet die Tammer Realschule eine 10. Klasse (32 Schülerinnen und Schüler).

1975: Einweihung der Räumlichkeiten der Realschule

Im September findet die offizielle Einweihung der Räumlichkeiten der Realschule in Tamm statt.
Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe an Rektor Werner Schierle wird der neue Fachklassentrakt offiziell übergeben.

Jahre der Raumnot

1977

Der verstärkte Übergang von der Grundschule auf die Realschule führt zu einem Interimsbau (Pavillon) für zwei weitere Klassenzimmer.
Trotz zahlreicher Bemühungen, u.a. des Elternbeirates, dauert der räumliche Engpass mehrere Jahre lang an. Zum Schuljahr 1980/81 müssen schließlich zwei Klassen nach Asperg ausgelagert werden.

1978: 10 Jahre Realschule Tamm

Die Realschule Tamm feiert ihr 10jähriges Bestehen. Am 06.10.1978 findet das Jubiläum in der Turnhalle des TV Tamm statt. Am Samstag 07.10.1978 wird das Jubiläum mit einem Tag der Offenen Tür am Vormittag und einem Schulfest am Nachmittag gefeiert

1979: „Es fehlen 15 Schulräume“

Nach einem Schreiben der obersten Schulbehörde ist ein Fehlbedarf von 15 Klassenzimmern erkennbar. Bürgermeister Lehmann betont, dass die Kosten für die Gemeinde
derzeit nicht tragbar seien.

1982: Einweihung des III. Bauabschnitts

Am 20.09.1982 kann in die neuen Räume (10 Klassenzimmer und 1 Raum für auswärtige Schüler) eingezogen werden. Um auch Veranstaltungen durchführen zu können, wurde im Erdgeschoss ein Klassenzimmer mit flexiblen Faltwänden ausgerüstet.

Stabübergabe an der Realschule Tamm

1989: Das Ende einer Ära und ein Neubeginn

Im Juli 1989 wird der damalige Schulleiter Herrn Werner Schierle nach über 20jähriger Tätigkeit als Rektor in Tamm in den Ruhestand verabschiedet. Im Oktober wird der neue Schulleiter, Herr Heinz Joachim Seidler in sein Amt eingeführt. Der „Neue“ stammt aus dem Norden (Flensburg). 1973 trat Herr Seidler seinen Dienst an der Stuttgarter Schlossrealschule für Jungen an und hatte dort neun Jahre die Stelle des Konrektors inne, das letzte Jahr davon als kommissarisch bestellter Schuleiter.

1993: 25 Jahre Realschule Tamm  

 Die Realschule Tamm feiert ihr 25jähriges Bestehen. An den offiziellen Festakt am 24.09.1982 schließt sich am folgenden Tag ein Schulfest mit dem Tag der Offenen Tür an.

1998

Nach 25jähriger Tätigkeit in der Schulleitung wird am 16.09.1998 Frau Realschulkonrektorin Frau Ute Wodrich offiziell in den Ruhestand verabschiedet  

2001-2008: Sanierung der Realschule

7 Jahre lang wurde die Realschule Tamm in 5 Bauabschnitten renoviert. Als letzter Abschnitt wurde der „Altbau“ fertig gestellt worden. Am 11.Oktober 2008 wird die sanierte Realschule offiziell eingeweiht.

2008-2015: Comenius-Projekt

Die Realschule Tamm ist nun offizielle Comenius-Schule. Schüler der 8. Klassen pflegen internationale Kontakte und tauschen sich in englischer Sprache aus. Dies geschieht durch Brieffreundschaften, E-Mails und internationalen Treffen in den teilnehmenden Ländern.

Weichenstellungen

2013: GMS oder RS? - Ein neuer Schulleiter

„Die Realschule vor einer ungewissen Zukunft“ (Bietigheimer Zeitung, 17.07.2013)
Rückläufige Schülerzahlen aufgrund schulpolitischer Veränderungen führen zu Überlegungen die Realschule Tamm in eine Gemeinschaftsschule mit einer möglichen gymnasialen Oberstufe umzuwandeln. Die Standortsicherung und Erweiterung des Einzugsgebietes stehen im Mittelpunkt. Nach 25jähriger Tätigkeit als Rektor der Realschule Tamm wird im Juli 2014 der Schulleiter Herrn Heinz-Joachim Seidler in den Ruhestand verabschiedet. Neuer Schulleiter der Realschule Tamm wird der bisherige Konrektor Herr Andreas Schreiner.

2015: Die Entscheidung: Der Offene Ganztag

 „Die Gemeinschaftsschule ist vom Tisch“. Die Tammer Realschule entwickelt sich zu einer offenen Ganztagesschule weiter. Beginn ist das Schuljahr 2016-2017. Mit den Klassen 5 und 6 starten die ersten beiden Jahrgangsstufen in den neuen Ganztag. Im Schuljahr darauf folgt die Klassenstufe 7. Die Teilnehmerquote beträgt konstant über 50%.

2016: BoriS-Siegel

Die Realschule Tamm wird von der IHK Stuttgart mit dem „BoriS-Berufswahlsiegel“ für ihre herausragende Arbeit in der Berufsvorbereitung ausgezeichnet.

2017: Eine neue Mensa

Baubeginn der Mensa für das Schulzentrum Maystraße (Gustav-Sieber-Grundschule und Realschule Tamm).

2019: 50 Jahre Realschule Tamm

Die Realschule Tamm feiert ihr 50jähriges Schuljubiläum.
Mit dem Musical „Die Prinzessinnen der Nordlichter“ startet die Realschule in die Feierlichkeiten. Am 05. und 06.Juli findet der Festakt und ein Schulfest mit Ehemaligentreffen zum Jubiläum statt.