Unsere Schule

„Was heißt hier ‚wir‘?“ – Theater, das zum Nachdenken anregt

Wie entsteht ein „Wir“ – und wer wird dabei ausgeschlossen? Mit diesen Fragen setzten sich unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 am 15. Oktober 2026 auseinander.

Das Künstlerduo Lukas Ullrich und Till Florian Beyerbach von „Eure Formation“ war mit dem Stück „Was heißt hier ‚wir‘? – Auf der Suche nach der deutschen Identität“ an der Realschule Tamm zu Gast.

Mit Schauspiel, Musik und multimedialen Elementen thematisierten die Darsteller deutsche Identität, Ausgrenzung und gesellschaftliche Verantwortung. Im Mittelpunkt standen die Lebensgeschichten zweier Menschen, die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung wurden. Gleichzeitig stellte das Stück Bezüge zur Gegenwart her und zeigte, wie aktuell Fragen nach Zugehörigkeit, Vorurteilen und Ausgrenzung bis heute sind.

Besonders eindrucksvoll wurde deutlich, welche Wirkung Sprache entfalten kann: Worte können verbinden, aber auch verletzen und ausgrenzen. Die Aufführung regte dazu an, eigene Denkmuster zu hinterfragen und über ein respektvolles Miteinander nachzudenken.

Im anschließenden Demokratiegespräch hatten die Jugendlichen Gelegenheit, ihre Eindrücke zu teilen und Fragen zu stellen. Auch Esra Metin vom Sozialdienst muslimischer Frauen Stuttgart beteiligte sich am Austausch und brachte Perspektiven aus ihrer Arbeit zur Stärkung von Mädchen und Frauen, zur gesellschaftlichen Teilhabe und zur Radikalisierungsprävention ein.

Organisiert wurde die Veranstaltung von unserem Team „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Vormittag bot unseren Schülerinnen und Schülern wertvolle Impulse, sich mit Demokratie, Vielfalt und ihrer eigenen Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben auseinanderzusetzen.

Denn ein starkes „Wir“ entsteht dort, wo wir Unterschiede anerkennen, einander mit Respekt begegnen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Kirbas/Dikmenli/Jaschik/Madan